Zugänge

Drei große Bewegungen sind es, die wir in den gegenwärtigen Krisen brauchen:

weg von einem anthropozentrischen Mindset, und hin zu einem ökologischen Mindset (nicht mehr der Mensch steht im Mittelpunkt von allem, sondern das Leben selbst),

weg von imperialen Ansätzen, hin zu solidarischen Alternativen (also kein Leben auf Kosten anderer, auf Kosten der Zukunft oder auf Kosten der Natur),

und weg von degenerativem, hin zu regenerativem Handeln (also pflegnutzen statt kaputtnutzen).

Schön und gut, aber wie kann das praktisch gehen? Im Laufe der Jahre in der Bildungsarbeit bin ich etlichen Spuren gefolgt und habe einige Zugänge gefunden.

Hier sind die Zugänge, die ich inhaltlich überzeugend und didaktisch stimmig finde. Ich beschreibe jeweils kurz den Hintergrund, verlinke meine eigenen Projekte und Formate und biete weiterführendes Material.

Ökologische Spiritualität
Ökologische Spiritualität ist für mich der Dreh- und Angelpunkt. Eine Spiritualität, die den Anthropozentrismus hinter sich lässt, einen leidenschaftlichen Naturbezug hat und eine erdige Frömmigkeitspraxis pflegt.

Naturliturgisches Arbeiten
Natur und Liturgie passen wunderbar zusammen. Ob christliche Naturspiritualität oder naturbezogene Liturgien: Es braucht geerdete und erdige Spiritualitäts-Formate wie beispielsweise die „Wild Church“.

GFK & christliche Spiritualität
Die „Gewaltfreie Kommunikation“ (GFK) wird oft als reine Kommunikationsmethode missverstanden, ist im Kern aber Friedens-, Versöhnungs- und Heilungsarbeit. Hier gibt es interessante Verbindungen zur christlichen Spiritualität, die bisher noch wenig beackert sind.

Kirchliches Nachhaltigkeits-Engagement
Wie funktioniert Öko-Engagement auf kirchlichem Parkett? Dazu habe ich mittlerweile einiges an Expertise aufgebaut. Mehrere Projekte rund um das Thema Nachhaltigkeit in der rheinischen Kirche habe ich (mit)initiiert.

Kollapsbewusste Diakonie und Kirche
„Kollapsbewusstsein“ wird in Deutschland erst seit wenigen Jahren diskutiert. Die Debatte hat spannende Anschlussstellen an kirchliches Handeln. Zusammen mit einer Arbeitsgruppe versuche ich „Kollapsbewusstsein“ als ein strategisches Thema in die Kirchenentwicklung zu tragen.

Exnovation
Wie können wir Dinge gut beenden? Exnovation wird für unser Leben in der Klimakrise von zentraler Bedeutung und hat auch eine große Bedeutung für die Kirchenentwicklung. Das Thema begleitet mich schon lange und ich will es ab nächstem Jahr mehr konkretisieren.

Verwandlung der Mächte
„Verwandlung der Mächte“ ist ein Ansatz des amerikanischen Theologen Walter Wink, der sich mit der spirituellen Dimension von gesellschaftlichem Wandel beschäftigt. Ich forsche, wie dies konkreter werden kann.

Neue Wörter und gute Narrative
Wie sprechen und erzählen wir vom guten Leben: Welche Wörter führen uns weiter, welche Begriffe machen zu? Brauchen wir für neue Phänomene auch neue Wörte? Und haben wir überhaupt die richtigen Erzählungen für unsere Zeit? Sprache ist wesentlich für Transformationsprozesse.

Schöpfungs- und Klima-Lieder
Erdliebe braucht nicht nur gute Narrative, diese Narrative müssen auch gut singbar sein. Und obwohl ich selbst gar nicht gut singen kann, bin ich als Jäger und Sammler im Feld von Natur-, Klima- und Schöpfungsliedern unterwegs.

Selbstermächtigung durch Pragmatismus-Skills
Maker, Do It Yourself, Low Tech, Solidarisches Preppen: Mich faszinieren Bewegungen, die auf Selbstermächtigung durch pragmatisches Skill-Buildung setzen. Mein Ziel ist es, dies stärker in der Erwachsenenbildung zu verankern.

Landkarten fürs Anthropozän
Wenn mich jemand fragt, was meine Profession ist, sage ich meist: Ich bin Didaktiker. Im Laufe meiner Tätigkeit rund um transformative Bildung habe ich einige didaktische Landkarten entwickelt, um durchs Anthropozän zu navigieren.

und last but not least…

Erdliebe-Liturgie
Gemeinsam online unsere Verbundenheit mit der Erde ausdrücken. Die Erdliebe-Liturgie ist ein Herzstück meiner Erdliebe-Idee.